Animal lesson with Gaby

Bevor unser Flug nach Neuseeland ging, verbrachten wir noch 4 Tage bei Gaby. Sie lebt in Weribee, einem subburb von Melbourne, mit Ihrem Mann Daniel, in einem schönen Haus. Subburb bedeutet Vorort – im australischem Sinne – 30 Kilometer. Anne kannte sie nicht so wie ich, aber immer noch genug, um Asyl zu beantragen.

Gaby lebt seit 1,5 Jahren in Australien und konnte uns natürlich hier und da noch ein paar mehr Infos über das Leben dort geben. Ich will sie gar nicht alle aufzählen. Für uns war nur spannend zu wissen: „Bitte schüttelt immer eure Sachen kurz aus, bevor ihr Sie nehmt oder anzieht“

„Klar, wegen der grossen Huntsman Spinne?“

„Nein die lebt im Schuppen und bekommt gerade Junge“

Was sie meinte, sind eine andere Art der kleinen bösen Freunde. Nämlich die „Whitetale-Spider“, die sich gern mal im Bett oder in den Klamotten aufhält. Eine Spinnenart, die einem wirklich den Tag versauen kann.

Kann das sein? Ist es hier (theoretisch) gefährlicher als in unserem Camper?

Es ist so, dass die Tiere in der Regel nicht unsere Wege kreuzen. Das eigentliche Problem sind eher Schlangen. Sie können dich töten, sofort und sie sind unscheinbar. Um Sydney herum soll es eine Plage sein derzeit, laut Regierung. Unter all den beunruhigenden Gedanken, findet aber dennoch ein normales Leben statt.

Die Kinder lernen sofort, nicht überall reinzugreifen und durch hohe Wiesen zu laufen. Ansonsten werden die Tiere von den Aussies, wenn sie nicht gerade in der Dusche oder im Bett herumlaufen, geduldet und bewundert, denn wie Gaby meinte: „Wir leben in deren Territorium, nicht anderherum.“.

Gaby zeigte uns noch den „Ballarat Wildlife Park“, ein Zoo in einer kleinen Stadt, c.a. 1,5 Stunden westlich von Melbourne entfernt, der sich mit vielen Hollywood-Promibesuchen schmückte. Hier konnten wir nochmal ein paar Tiere angucken, die wir während der Camperzeit nur von weitem bestaunen konnten. Einen Kandidaten kannten wir gar nicht, noch nie von ihm gehört oder gesehen. Eine Wombat-Art mit einer Schweinchennase.

Den Wombat Patrick und die Kängurus konnten wir füttern und streicheln. Die Kängurus hier waren allerdings braun, flauschiger und viel kleiner, als die riesen, die wir ein paar Tage zuvor in Bulahdelah freilaufend gesehen hatten.

Danach zeigte uns Gaby noch Ballarat selbst, eine kleine Stadt, die ihren Tourimus durch den Goldgräber-Vergnügungspark bei Laune hält. Die Asiaten scheinen voll drauf abzufahren. Die eigentlichen ehemaligen Gräber liegen um die Stadt herum. Und damals lebten die reichen Goldgräber hier und machten ihre Geschäfte. Eine sehr westernartige Stadt.

Man konnte sich gut vorstellen, wie Männer und Frauen gekleidet waren und wie man hier ganz diszipliniert den Tee mit gespreiztem Finger genoss.

Ach ja, wir entdeckten dann doch noch eine Redback-Spinne. Anne sah sie zuerst und sie war am oberen Ende der Kofferraumklappe. Gaby hatte ihr Insektenvernichtungsspray für solche Fälle natürlich zuhause gelassen und so fuhren wir drei mit „Red Backy“ zusammen nach Hause. Da Gaby allerdings unsicher war, wo das Vieh im Auto hinkrabbelt, wurde es schließlich liebevoll totgesprüht.

Zwei Tage nach unserer Abreise, schrieb sie uns, dass eine White Tale in der Dusche war. Gut, dass wir weg sind, es war sehr schön. Australien, wir kommen wieder, es gibt noch genug zu entdecken, aber jetzt sind wir erstmal froh in Neuseeland zu sein, in einem Zelt schlafen zu können, ohne dass wir Viehzeug befürchten müssen.

Das einzige Problem hier sind die Erdbeben, da Neuseeland auf den Platten etwas ungünstig liegt.

Irgendwas ist ja immer 😉

In diesem Sinne

Bis bald

 

1 Kommentar

  1. Gaby sagt: Antworten

    Hehe, jetzt kannst du dir ein Tshirt machen lassen: „Australia – survived!“ ?
    Es war super schön euch wiederzusehen, und ihr wisst ja, im Gästezimmer ist immer ein Plätzchen für euch frei (falls dich gerade kein 6-beiniger Mitbewohner breit macht… ?)! Gute Weiterreise!!!

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