Buenos Aires – Salta

Argentinien .. .. Endlose Weiten ..

Bei einer 20-stündigen Busfahrt hat man schon mal etwas Zeit sich näher mit Argentinien zu befassen. Wie Anne bereits im letzten Beitrag geschrieben hatte, gibt es hier wieder vielmehr Kultur zu entdecken. Einflüsse gibt es hier überwiegend aus Spanien, Italien und auch Frankreich. Argentinien ist ein Einwanderer-Land und hatte bereits viele politische Auf und Ab’s zu verkraften. Und seit der Unabhängigkeit zieht sich die Auseinandersetzung zwischen Autokraten und Demokraten durch die Geschichte des zweitgrößten Landes Südamerikas. Der Karneval, in der Diktatur abgeschafft, ist erst vor einigen Jahren wieder eingeführt worden und derzeit in vollem Gange. Ja, es ist laut, sehr laut sogar. Ein einst florierendes Land, nicht zuletzt durch seine Eisenbahngeschichte, das auch viel Elend über die Ureinwohner gebracht hat.

Unser nächstes Ziel nach Buenos Aires war Salta. Mit dem Bus ging es, wie bereits erwähnt, 20 Stunden Richtung Norden in einem Nachtbus mit „Cama“ Sitzen, also mit etwas mehr Komfort. Links kann man bereits die Kordillere der Anden mit ihren Sechstausender sehen. Unfassbar, die längste Bergkette der Welt und immer an unserer Seite, wie ein treuer Weggefährte. Wir kamen durch Orte wie „Còrdoba (bekannt als erste Universität des Landes, später für Deutsche, naja, aufgrund von geflohenen Nazis, aber auch da haben wir schon Geschichtsunterricht von Einheimischen erhalten) und Orte wie „San Miguel de Tacumàn. Diese Busfahrt haben wir noch gut überstanden und haben uns auch schnell zurechtgefunden in Salta. Unser Hostel war sehr einfach, fühlten uns aber sehr wohl und auch das 6-Bett-Zimmer stellte wie immer kein allzu großes Problem dar. Wir haben gelernt mit 2 Quadratmetern auszukommen. Ach ja und wir waren die einzigen Deutschen. Es sind überwiegend Backpacker aus Gesamtsüdamerikas unterwegs.

Salta, auch „La Linda – Die schöne“  genannt, beherbergt ca. 535.000 Menschen und ist umgeben von grünen Bergen und im Zentrum finden sich etliche Kolonialbauten wieder. Der Hauptplatz „Plaza 9 de Julio“ ist begrünt mit seinen großen Palmen und unser Orientierungspunkt. Zwischen Salta und den Anden ist nicht viel, eigentlich gar nichts, nur die karge Weite des Hochlands der Puna. Aber auch die Fahrt nach Salta war überwiegend durch die Pampa.

Der letzte Tag war sehr aufregend. Es ist ja noch Regenzeit und so kam es, dass das Wasser im Supermarkt durch den Fußboden und die Decke kam. Wir harrten im Supermarkt aus und erst als alles vorbei schien, sahen wir das erste mal, wozu Regen fähig war. Die ganzen Straßen standen unter Wasser und mit unseren Einkaufstüten stiefelten wir durchs Wasser zurück in unser Hostel.

Ja ja, ich weiss schon, was euch am meisten interessiert: Wie schmeckt denn nun eigentlich das argentinische Steak? Wir hatten bereits australisches und neuseeländisches Rind gegessen und waren hin und weg. Das argentinische Rindfleisch hat uns regelrecht beflügelt, obwohl wir keine allzu großen Fleischesser sind. Aber wie sooft, ist auch die Zubereitung das Rezept für ein gutes Fleischerlebnis. Ich hatte mich bereits einen Tag zuvor an ein Steak versucht. Es war nicht schlecht, aber es fehlte natürlich die Zubereitung auf einem Grill, einer, der nie geputzt werden darf (so die Argentinier). Und dann, in unserem Hostel, wurden wir tatsächlich noch vom Besitzer zum Essen eingeladen, auf die hauseigenen Dach-Terasse. Ganz klassisch und dann kam der Moment…, der Moment des „Asado“, das Gericht überhaupt der Argentinier. Zeromoniell, mit guter Musik und fantastischen Rotwein und rauen Mengen an Fleischsorten. Mehr kann ich euch auch nicht sagen.

Bis hierhin, viele Grüße

eure Silvio & Anne

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