Die Ankunft und erste Abenteuer

Endlich haben wir Internet!!

Wir sitzen in einem McDonalds in Coff Harbour und brennen schon seit Tagen darauf euch von unseren ersten Abenteuern zu berichten. Leider machte uns das schlechte W-Lan in unserem Camper ein Strich durch die Rechnung. Aber, wo fangen wir jetzt an zu erzählen.

Ankunft

Wir kamen an am Flughafen in Brisbane, und unser erster Gedanke und Plan war: Wir brauchen Geld. Wir fanden einen Geldautomaten und kurze Zeit später empfingen wir unsere ersten 50 Dollar Scheine, wie frisch gedruckt.

Schon am Getränkeautomaten war zu erkennen: die Preise sind andere: 3 Dollar für ein Wasser.. pah! Das ja teuer! Nee! Da trink ich lieber nix und warte bis wir später an einem Discounter vorbeikommen!

Wir stellten uns an den Busschalter im Flughafen und kauften uns zwei Tickets für die Fahrt in die Stadt.

Dann verließen wir den Flughafen.. eine kühle Küstenbrise gepaart mit knackiger Sonne. Dieses Klima ist mir bekannt, es fühlt sich an wie zuhause an den besten Sommertagen.

Der Busfahrer fuhr uns quer durch die Stadt, setzte die anderen Fahrgäste vor ihren Hotels ab und fuhr auch uns bis vor die Tür unseres Hostels, in das wir uns schon vor einer Woche in Thailand eingemietet hatten.

Benommen vom ersten Kulturschock stolperten wir ins Hostel. Eine Horde junger Leute saß im Eingangsbereich, Dubstep-Musik vom letzten Jahr dröhnte uns entgegen. An der Rezeption bekamen wir unsere Schlüsselkarten mit denen wir uns dann nach kurzer Suche in unserem 10-Bett-Zimmer wiederfanden.

Zwischen dem Chaos im Zimmer fanden wir 2 leerstehende Betten, für uns. Wir entdeckten auch eine Küche nicht weit entfernt von der Rezeption, in der sich etwa 20 junge Leute Essen zubereiteten.

Schnell, raus hier und erstmal einkaufen gehen. Wir haben Durst, Hunger und sind totmüde.

Wow. Der Himmel tiefblau, grüne Rasenflächen, Palmen, dazwischen sauber schillernde Hochhäuser und belebte Parkanlagen mit öffentlicher Badelagune – ist das Echt? –… in den Bäckerein tobt das leben, ein belegtes Baguette: 11 Dollar. Entweder, das ganze ist eine Filmkulisse oder die diese Stadt scheint alles richtig gemacht zu haben.

Wir kauften ein, im „Coles“, dem ersten Einkaufscenter um die Ecke. Wir stellten uns automatisch auf Selbstversorgung ein, die Tage in Thailand mit Frühstücken und Abends Essen gehen waren vorbei. Das erste, zu dem ich griff, etwas, das in Thailand ein seltenes Gut war: 2 frisch gebackene Baguettes: 3 Dollar und gesalzene Butter 1,70 Dollar, Sprudelwasser und Zitronenbrause. Eine Flasche billiger Rotwein durfte auch nicht fehlen. In Thailand war das tabu für uns, da eine Flasche umgerechnet 20 Euro gekostet hatte. Mit 5 Australischen Dollar können wir bestens leben. Wir waren selig!

Am ersten Abend waren wir mit vielen anderen Hostelgästen auf der Dachterasse, redeten und vergaßen unsere Müdigkeit. Am nächtsten Tag liefen wir in die Stadt, und stellten fest: Brisbane ist eine junge Stadt, die sich erst während der letzten 20 Jahre so entwickelt hat. Auch ist es so, dass sich die Erbauer alles Gute aus anderen Sädten vor allem London und Kalifornien abguckten und Fehler, die andere Städte machten, vermieden, wie uns eine Einheimische, mit der wir uns an einer Bushaltestelle unterhielten, bestätigte. So wirkte es auf uns wie ein makelloses Paradies und der Kulturschock zu Thailand wurde immer stärker. Silvio konnte es einfach nicht glauben: Wie kann eine Stadt nur so sauber sein..? Und dieser Mix aus London und Kalifornien ist imposant aber auch komisch.

Wir informierten uns am selben Tag noch, wie wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Vermietstation unseres Campers erreichen würden, den wir für die nächsten 16 Tage unser Eigen nennen dürfen. Und mit dem wir jetzt aktuell schon unterwegs sind. Wir haben uns die App „CamperMate“ auf unsere Handys geladen und haben unser erstes Ziel, „Fraser Island“ festgelegt. Der Plan ist, den Camper am 01.12. in Melbourne wieder abzugeben.

Fraser Island

..haben wir leider nicht ganz erreicht. Wir kamen an im „Inskip Point“ dem obersten Zipfel vor Fraser Island und holten uns an einer Raststätte eine Halteerlaubnis für eine Nacht. Der InskipPoint liegt auf feinem weißen Sand, d.h. wenn man zu weit auf den weichen Sand fährt, kommt man nicht mehr weg. Nachdem wir einen guten Ort fanden, gingen wir an den riesigen, und ich meine abartig riesigen und leeren Strand herunter. Wir waren die einzigen Menschen gegenüber einer massiven unkontrollierten Brandung. Wir fühlten uns schon kurz nachdem wir Brisbane verließen, ein bisschen wie Außerirdische auf einem fremden Planeten und nun vertärkte sich das Gefühl. Wo hat uns die Thai-Maschine wirklich abgesetzt? Zurück auf dem Campingplatz holten uns die anderen Camper-Menschen zurück auf die Erde. Es ist dunkel geworden und wir entschieden unseren Camper nochmal zu wenden damit wir mehr Platz hätten an unserer Seitentür. Tja, aber was geschah könnt ihr euch ausmalen. Wir fuhren uns im weichen Sand fest und der Camper bewegte sich nicht mehr.

Gottseitdank hatten wir uns nicht alleine irgendwo hingestellt sondern zufälligerweise neben einen Ranger, der schon eine long long time Fahrzeuge aus dem Sand zieht. Wir atmeten auf und er kam mit seinem dicken 4 Rad-Antrieb um die Ecke gefahren, bämselte unseren Camper bei sich hinten fest. Dann machte er mit Silvio einen Schlachtplan und er buchsierte uns raus. Wir waren so unendlich dankbar, stammelten unser bestes Englisch und hätten auch ihm gern eine Dienstleistung angeboten, aber er winkte ab.

Wir fragten uns, was uns wohl noch alles passieren wird heute. Vielleicht schleicht sich eine Spinne in unseren Camper und beißt uns.

Der Sternenhimmel präsentierte sich uns nach kurzer Zeit so hell und funkelnd, die Sicht war frei bis tief ins All. Es fühlte sich etwas zu groß an für uns. Yeeeeahy Baby!!! Wir sind in Australien.

1 Kommentar

  1. U. Kuss sagt: Antworten

    Hallo Ihr Beide,
    das sieht fantastisch aus, tolle Eindrücke vom anderen Ende der Welt.
    Geniesst es, die Zeit rennt so schnell vorbei.
    Noch eine Woche, dann geht es für uns los- endlich.
    Fahrt gut lasst es Euch gut gehen und findet interessante Leute.
    Der dritte Step steht bevor.
    Alles Gute
    Mutti und Papa

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