Die Südinsel

Wir entschieden bereits Mitte Dezember, dass unsere restliche Zeit auf der Südinsel ebenfalls mit dem Auto weitergehen sollte. So buchten wir uns einen station wagon, also Kombi, den wir in Nelson am 03.01. abholen sollten.

Ankunft – und erste Abenteuer.

Uns empfingen die anmutigen Marlborough Sounds mit seinen Ausläufern ins Meer, rauhes Wetter und extrem niedliche Pinguine am Hafen. Erste Abenteuerlust stieg in uns hoch.

Wir blieben eine Nacht in Picton und fuhren am nächsten Morgen mit dem Bus weiter nach Nelson. Dort wartete bereits ein Auto auf uns. Wir waren so gespannt auf den großen Nissan Wingroad, den wir uns ausgesucht hatten. Um uns vorzubereiten googleten wir bereits und malten uns aus, wie wir unseren ganzen gesammelten Hausrat gut unterbekommen würden, den wir in mehreren Tüten und Taschen am Körper herumschleppten.

Schade, denn als wir ankamen in der rental station mussten wir feststellen, es gab keinen Nissan Wingroad mehr, auch keine wirkliche Alternative, keinen Kombi. Die Dame am Schalter gab uns dann einen Toyota Corolla, eine Opa-Limousine, die bei ihr vorne stand, und ihrer Meinung nach ja auch viel besser ist. Najut dachten wir, immerhin größer als das letzte Auto. Also tuckerten wir etwas zerknirscht mit diesem Auto davon, Richtung Warehouse, wo wir uns dann wieder eine Campingsausrüstung zulegten. Nach einer Stunde hatten wir alles Wichtige gekauft, packten es ins Auto, und freuten uns: endlich gehts los.
Nee. Was ist da los? Kein Geräusch. Der Wagen geht nicht an ..
Häh? Falscher Gang, irgendwas verstellt? Nee, ist ja Automatik. Das Auto will nicht. Batterie tot.

Wie ging das?
Es war völlig unerklärlich. Wir versuchten uns Hilfe zu holen, doch wir fanden nicht sofort jemanden mit Starterkabel. Klar denkt man dann erstmal – jetzt müssen wir bestimmt auf diesem Parkplatz übernachten und die Reparatur wird total teuer. Bis irgendwann eine kräftige Dame mit ihrer Familie in einem Jeep neben uns anhielt: Do you need help with your car? Yeeees. Wir bekamen Hilfe. Das Auto lief nach der Starthilfe wieder, sofort. Geil, dann gehts jetzt los. Jetzt bloß drauf achten, dass das Licht immer aus ist. Wir fuhren ein paar km zum nächsten Campingplatz und wollten dann morgens ganz früh los, zum atemberaubenden Tasman Nationalpark.

Wir stellten dann fest, es lag nicht an uns, dass das Auto nicht mehr ansprang. Die Batterie ist einfach schrott. Denn das Auto machte wieder keinen Mucks und ließ uns wiederholt im Stich. Optimalerweise waren wir noch immer in der Nähe von Nelson. Wir holten uns erfolgreich Starterhilfe, fuhren zurück zur rental station und stellten uns einer Diskussion mit den Betreibern, die uns fast zur Weißglut brachte. Irgendwann bauten sie uns eine neue Batterie ein und ich sagte mir: „Apex Rental“ – Da fahr doch lieber mit dem Bus!
Wir trafen noch ein paar Mal nun während unserer Reise auf solche Fälle. Scheinbar ist der Klassiker die alten Batterien in die günstigeren Mietautos zu stecken. Jedenfalls bin ich dankbar für diese selbstverständliche Hilfsbereitschaft der Neuseeländer, man muss sich nie wirklich sorgen, es hilft dir immer jemand.

Abel Tasman Nationalpark

Hier begann unsere Reise dann. Wir fuhren schnellstens in den Abel Tasman Nationalpark, der sich an der nordwestlichen Spitze befindet und unterzogen uns gleich einer wunderschönen Wanderung (was sonst). Entlang der Küste mit seinen kleinen Buchten und wunderschönen Stränden, seinem türkisfarbenem Wasser und den mächtigen Granitklippen. Zudem kann man hier etliche Wasservögel in ihrem Alltag beobachten, wie z.b. den Austernfischer und Wekarallen aber auch Kuckuckskauz, die Zwergenpinguine, oder den Stelzenläufer und und und…

Wir werden sicher auf unserer Rückreise nach Nelson (um das Auto abzugeben) nochmal reinschauen, denn es gibt hier 6 Wanderungen und einen 4-Tages-Marsch, den beliebten Abel Tasman Coast Track, mit Hütten und Zeltplätzen auf dem Weg.  Es gibt abartig viele Wanderwege hier, die uns manchmal in die Verzweiflung treiben, da es einfach zu viele sind. Teils 6-tägige Walks mit Hütten, die man Wochen zuvor buchen muss. Derzeit sind alle langen Tracks, die wir favourisieren ausgebucht, aber es gibt noch genug Tageswanderungen, die nichts kosten und die alle gewandert werden wollen. Ein Spaaaaß!

Bis bald! Eure Anne & Silvio

 

 

2 Kommentare

  1. Stephan sagt: Antworten

    Das klingt ja alles ganz schön, aber wo sind die Bilder von den Pinguinen? 😉

    1. Silvio Rosenthal sagt: Antworten

      Die haben wir bereits in picton gesehen, aber kaum Zeit für ein Foto. Aber wir bleiben dran ?

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