Endlich – der Süden

Jetzt kam er doch ganz plötzlich. Der letzte Tag in Thailand. Aktuell sitze ich neben Silvio, in einem Fatboy im „Isara Lanta Sunset Beachclub“, am Meer. Die Sonne ist schon untergegangen und die Brandung klettert wegen der Flut immer näher an uns heran. Am Himmel blitzt es manchmal, dann ist kurz der ganze Himmel in grellen Graustufen erleuchtet. Am Horizont sind ganz blass grüne Lichter zusehen. Wir erfuhren dass das Fischerboote sind, die das Licht nutzen, um Fische anzulocken. Es ist nicht so einfach zu den Thais durchzudringen, weil sie einem nie etwas erklären wollen sondern lieber verkaufen. Dennoch sind wir warm geworden mit dem Land, könnten jetzt noch ne Weile hier leben bleiben. =)

Ko Samui

Als wir endlich ankamen in unserem Hostel fühlten wir uns leicht kaputt, beinahe wie ausgebrannte Reisende. Aufgrund der Nebensaison war da auch noch nicht soviel los. Vielleicht auch besser. Wir blieben 3 Tage dort, mieteten uns einen Roller, schauten uns die Strände an und fuhren in die Palmenwälder. Eines morgens, als die Sonne uns weckte und ich Hummeln im Hintern bekam, denn wir waren doch endlich auf – KOH  S A M U I – (!), lief ich runter zum Meer und machte einen Spaziergang. So fand ich dann meinen persönlichen Lieblingsstrand. Den „Mae Nam Beach“. Der Sand ist fein bis grobkörnig, sauber, ruhig, das Meer türkis, fast wie auf den Photoshop-Postkartenmotiven. Und es gibt Beachclubs, die man von der Straße aus nicht erwarten würde, mit ganz gutem Frühstück. Durch Zufall gab es dort auch ein Resort mit günstigen Preisen (wegen Nebensaison). Wir checkten ein und genossen einen wunderbaren Tag mit Sonnennuntergang. Silvio bekam endlich auch da etwas Farbe, wo sein T-Shirt schon einen weißen Abdruck hinterlassen hatte.

Dann kam der Regen, der sich suxzessiv steigerte, von Tag zu Tag, denn eigentlich ist ja noch Regenzeit im Süden, wie wir etwas später herausfanden. Das Hotel ist von der „Aussenwelt“ zu Fuss etwas schwer erreichbar. Es führt eine steile Schlengelstraße hoch und runter an das Meer zu dem Hotel, welches nicht unbegründet den Namen trägt „Escape Beach Resort“. So muss man also zufuss am Stand eine Weile laufen, bis man zu den Beachclubs gelangt, die dann von der Hauptstraße leichter zu erreichen sind. Es gibt aber leider einige leicht agressive „Aufpasserhunde“ auf Koh Samui, die auch garnicht mal so gesund aussehen und die einen ohne Bedenken in die Wade beißen. An einem Tag lief ich mittags in der Sonne los und wollte einen anderen Weg zurückgehen. Die Thais hielten mich nicht auf, im Gegenteil. Was mir dann den Weg zum Strand zurück vesperrte waren deren Hunde. Ich wollte mich gerade umdrehen, da lief mir eine Horde bellend hinterher. Ich schrie, da schnappte schon einer in meine Wade. Ein Thai kam dann um die Ecke und verscheuchte die Viecher mit einem Stock. Für sie gibt es eben keine Zäune, sondern Aufpassertiere. Es war nix ernstes passiert, aber danach war ich so geschockt, ich bewaffnete mich ebenso mit einem Stock. Ich kam spät am Nachmittag mies gelaunt mit blauem Fleck zum Resort zurück und es regnete.

Für Krabi, der Ostküste war Sonne angesagt. Und so buchten wir frei Schnauze die Fähren und Bustickets nach Krabi. Wir blieben noch zwei weitere Tage im Escape Beach Resort, zum Ausspannen. Der Regen wurde aber immer exzessiver.

Krabi

Wir erreichten also Krabi-Town. Die kleine Hafenstadt ist umsäumt von einer imposanten Berglandschaft, die an die Urzeit erinnert. Ohne Probleme lässt sich vorstellen, wie die Dinos hier leben. Wir entschieden von der Stadt ins Landesinnere zu fahren und mieteten uns in ein billiges Hostel ein. Unbedingt wollten wir das näher erkunden. Es gibt viele Nature Trails. Einen entdeckten wir zufällig, wir entschlossen ihn zu wandern, fuhren 8 Uhr früh los und stellten unseren Roller am Fuße des Wanderweges ab. Wir kletterten durch den wildesten und wärmsten Dschungel. Nassgeschwitzt bis unter die Haarwurzeln erreichten wir nach 2,5 h den Gipfel.

Krabi ist nicht nur landschafltich gesegnet sondern besitzt auch ein paar Strände, die nicht so schlecht sind. Von den ganzen Inseln mal abgesehen. Überflutet von Angeboten entschieden wir uns die Strände am Festland abzugrasen. Da ist z.B. der:

3. Ao Nang Beach

den ich auf einem Ranking an Platz 3 setzen würde. Man erreicht ihn gut mit dem Taxi oder Roller. Super Sonnenuntergang.

2. Railay Beach

Hier kann man nur mit einem Longtrailboot hinfahren für 100Baht pro Person/Fahrt.

1. Nag Cave Beach

Die absolute Nummer 1, mit dem PhraNang Beach, direkt daneben! Ebenfalls nur mit einem Boot erreichbar.

Weitere Ziele sind die unzähligen Inseln, zu denen auch überall Boote hinfahren. Wir entschieden uns, schon als wir noch in der Stadt untergekommen waren, nach Koh PhiPhi zu fahren, eine Touri Tour, absolut überfüllt, mit lauten Chinesen die wegen des tollen Halls zwischen den Felsen den ganzen Strand zusammenschrien… aber: die Bootsfahrt hat Spaß gemacht.

Ko Lanta

Und da sind wir jetzt (wenn dieser Beitrag erscheint, sind wir aber schon wieder in Bangkok). Wir entschieden uns die letzten Tage auf einer Insel ausklingen zu lassen und die Wahl fiel auf Ko Lanta. Die Insel vereint irgendwie alles. Sie erscheint uns wie das Spanien für uns Deutsche. Sonnenuntergänge, Meer mit super Wellen, unberührte Fischerdörfer, Affen und Riesenechsen, die die Menschen nicht meiden. Die Thais, sehr freundlich und nicht so verkaufssüchtig. Es gibt aber auch Anbaugebiete. Hier wird in den Wäldern z.B. wie wir neulig entdeckten, Birkenwasser abgezapft. Liebe Freunde und Familie, wenn wir es uns aussuchen könnten, würden wir am liebsten mit euch nochmal hierherkommen. Wir vermissen euch.

 

Bis bald, wahrscheinlich dann aus Brisbane. Unser Flieger geht am 14.11. um 00:01 (Ortszeit Bangkok).
Eure Anne & Silvio

2 Kommentare

  1. Karsten sagt: Antworten

    Sagt mal, was esst ihr eigentlich den ganzen Tag? Dem Blog nach zu urteilen gar nichts.
    Würde mich brennend interessieren. In Frankreich haben wir gelernt, dass die Franzosen und die Thailänder die ekligsten Delikatessen haben. Also her mit den Spezialitäten.

    1. Haha, hier gibts garnicht so viel schlimmes wie erwartet. Das Einzige ist, dass manchmal das Essen so scharf ist dass das ganze Gesicht brennt. Aber man gewöhnt sich dran ;D

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