Fiordland 1.2

Hallo zusammen,
Unsere kurze und intensive Zeit in Fiordland erstreckte sich über 4 Tage. Tatsächlich ein Ort der Extreme, denn trotz Sommers regnet es sehr viel und es weht dir immer ein frischer von Süden kommender Wind um die Nase..

1. Tag

Wir erreichten Te Anau, die einzige Stadt mit Einkaufsmöglichkeit und Internet in Fiordland am Donnerstag, den 19.01. Wir kamen aus dem verregneten Dunedin und es blieb kalt und grau. Zu jeder Gelegenheit auf unserem Weg checkten wir das Wetter und wir wussten, am Freitag sollte es Sonne geben. Wir besuchten noch schnell die mit Backpackern überfüllte library, für eine letzte Kommunikation nach Hause, kauften Essen ein, tankten auf. Ich hatte unsere grobe Auswahl an favourisieren Wanderwegen im Kopf. Und los ging es Richtung Milford Sounds. Die Straße dorthin ist etwa 170 km lang und liegt zwischen einem riesigen Tal, wo immens hohe, nasse und nackte Felsberge dominieren. Das Wasser ströhmt überall herab, wie Adern. Weit weg. Man kann das nicht richtig fotografieren. Es kamen ein paar Seen. Dann ein reißender Fluss mit leckerstem Trinkwasser, der alle Bäche zusammen zu transportieren schien, „the chasm“ ein Ort, an dem der Fluss runde Höhlen in die Erde gebohrt hat um sich seinen Weg zu bahnen. Die Berge waren absolut zugenebelt. Dann kamen wir an unser erstes Ziel: ein Campingplatz. Wir wuschen unser Geschirr bei Nieselregen im kalten Fluss ab und auch die Nacht war eiskalt aber irgendwie überlebt man das.

2. Tag

Am nächsten morgen kam wie angekündigt direkt die Sonne raus. Oh man, waren wir froh, dass es die noch gibt!

Wir trockneten das Zelt und unsere erkalteten Gemüter. Und als wir uns zurück auf die Straße begaben, begrüßten uns alle Bergspitzen, mit weißen Gletschern, so selbstverständlich, als wäre nie was gewesen. Hinter jeder Kurve ein neuer atemberaubender Anblick auf Wasserfälle zwischen moosbewachsenen Hügeln, eine totale Reizüberflutung an Naturereignissen (auch schlecht zu fotografieren). Wir erreichten „The divide“ einen Zugang zu mehreren Tracks und liefen „the key summit track“ herauf, der auf dem Gipfel u.a. eine erste 360° Aussicht auf die umliegenden Berge bietet. Wir wollten am selben Tag noch Milford erreichen, so mussten wir uns mit dem Abstieg etwas beeilen.
Es ging weiter auf den Milford Highway und wir kamen an Zugängen zu mehreren bekannten Tageswanderungen vorbei, z.b. Den „Gertrude Sattle Walk“ (meinen Favouriten) oder den „Tutoku Valley Track“. Dann erreichten wir den einspurigen Homer Tunnel mit schönem Wasserfall rechts.

Nach diesem Tunnel ist der Milford Sound um die Ecke..

Teil 2 folgt!

 

DSCN5807
Das Zelt trocknet schon..

The Key Summit Track

 

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