Mit der Höhe erweitert sich auch der Horizont ..

…oder auch nicht.

La Paz

Wir beschlossen mit dem Flugzeug von Sucre nach La Paz zu fliegen. Das war fast genauso teuer. Der Bus wäre eh nur nachts gefahren (12 Stunden) und dann hätte man eh nix gesehen. Natürlich gibt es auch Zugverbindungen, aber auch hier verkehren einige Züge nur an bestimmten Tagen und andere wiederum auch nur nachts. Die Flugzeugvariante klappte hervorragend und wir konnten 2 x 30 Minuten fliegen mit einem kurzen Umstieg in Chochbamba. Beim Anflug auf La Paz sahen wir bereits das Häusermeer. Kaum fertiggestellte Gebäude und auch die Straßen sind unausgebaut, aber, dafür gibt es ein gigantisches Gondel-System. Das Zentrum von La Paz liegt in einem Canyon und die Stadt trägt den Titel: Höchstgelegenster Regierungssitz der Erde (3600-4100 Meter).

Wir wollten keine Zeit verlieren und buchten sofort für die nächsten beiden Tage ein paar Touren. Leider kann man Autos nicht so unkompliziert mieten wie in Neuseeland, da die Straßen sehr schlecht ausgebaut sein sollen. So sind wir nun auf diese Touren angewiesen. Aber zum Glück sind sie gut bezahlbar. Den Rest des Tages bestaunten wir den Straßenkarneval, der anders als in Sucre war. Hier konnte man farbenprächtige Trachten und ausdrucksstarke Tänze bekunden. Über steile Straßen und so manch ungewohnte Ecken, erkundeten wir dann noch einen kleinen Teil der Stadt. Der Kopf war schwer, aber es ging uns schon besser.

 

Tag 1: Tiahuanaco (Tiwanaku)

70 km westlich von La Paz haben wir uns die bedeutende Ruinenstätte der Prä-Inka-Kulturen angeschaut. Unser Guide war super und hat uns in die Geschichte und Bedeutung dieser Stätte eingeführt. Man hat erst 1-2 % der ehemaligen Stadt freigelegt und archäologisch untersucht. Zum Schluss
gab es noch eine „Quinoa-Suppe“. Leute, Leute…, das war ganz ganz großartig. Aber, bitte nicht bei Chefkoch.de nachmachen, lieber herkommen und hier essen, zumal die Zutaten teils auch andere und nur hier erhältlich sind. 😉


Tag 2: Chacaltaya

Von LaPaz, vorbei an tiefen Schluchten, über enge Pfade und steile matschige Wege, bis es anfängt zu schneien, dann ist man am Chacaltaya und man wandert noch den Rest rauf bis man 5400 Meter hoch ist. Ich hatte persönlich kurzzeitig einen Panikschub, doch die Kokablätter haben mich wieder neutralisiert und motiviert. Bitte keine Vorurteile über diese Pflanze! Wen es interessiert: Koka-Pflanze (sehr interessant). Anne blieb in der Berghütte und ich versuchte noch ein paar Meter Richtung Gipfel zu wandern, doch die dünne Luft lässt dich immer wieder pausieren. Das Wetter war etwas verhangen und eigentlich wollten wir auf die Königs-Kordillere mit seinem wunderschönen „Condoriri“ schauen. Naja, einen Teil konnten kurz sehen.

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Valle de la Luna (Mondtal)

Zum Schluss ging es nochmal ins Mondtal, das einem Labyrinth
ähnlich ist. Sehr schöner Abschluss für den letzten Tag und die Kamera hatte auch mal wieder ihre Freude.

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