Oamaru | Dunedin

Oamaru

Wie immer kämpften wir organisatorisch mit dem Wetter und so kam es, dass wir spontan von Twizel an die Ostküste fuhren, um in Dunedin Halt zu machen. Das Wetter war eh überall gleich schlecht. Regen, Sturm und ein schönes gleichmäßiges Grau in Grau. Ich mag das Wetter zwischendurch, es holt einen wieder runter. Die Fahrt führte vorbei an etlichen Hügeln mit weidenden Kühen und Schafen und es war zu erkennen, dass hier alles etwas anders wirkt, als die farbprächtigen Ortschaften davor. Wir kamen schließlich an die Ostküste und fuhren weiter Richtung Süden. Dabei kamen wir durch einen Ort namens Oamaru. Ein Ort der typisch britisch und schottisch aussieht und auch so erkannt werden möchte. Erst dachten wir: Ausfahrt verpasst, dabei in die Raumkrümmung gerutscht und in England wieder rausgeschmissen. Aber nein. Wir machten Halt und erkundeten dieses völlig neue Neuseeland. Es gab hier einiges zu entdecken, was sonst. Zum einen kamen wir in eine Bäckerei, in der wir ein richtiges Brot bekamen. Sauerteig kennt man hier nicht und so war es ein Segen. Unsere Zungen hatte fast den Geschmack von gutem Brot vergessen. Es gibt in Oamaru auch Pinguine zu sehen, allerdings nur zu einer bestimmten Tageszeit und wir waren mal wieder zu spät oder zu früh. Dafür durften wir in eine Werkstatt für Restauration von alten Lokomotiven reinschauen. Das war wirklich ein nettes Highlight an diesem Tag. Die Stadt ist geprägt von alten traditionellen Handwerken. Es gibt Schneidereien, Tischlereien und auch ein Theaterfundus, indem man selbstgebaute Requisiten bestaunen kann. Ansonsten sei noch zu sagen, das Oamaru dem „Steampunk“ verfallen ist. Sehen kann man es auf der Straße und im hiesigen Museum.

IMG_0937

Dunedin

Von Oamaru fährt man dann nur noch 1 Stunde nach Dunedin. Das Wetter britisch, der Ort britisch, die Unterkunft britisch, die Einrichtung britisch, die Hosteldame…, sooo doll britisch. Okay, es musste einfach die Raumkrümmung sein 😉

Diese britisch-geschichtsträchtige Stadt ist wunderschön anzusehen und ist zum Glück von bisherigen Beben verschont worden und darf seine Bauten gegenüber der Naturgewalt bisher behalten. Sie ist die zweitgrößte Stadt der Südinsel. Allerdings verirren sich nur wenige Backpacker an die Ostküste, da es nicht auf dem Weg liegt, wenn man die klassische Route verfolgt und abfahren möchte. Wie zu erwarten, gab es hier viel britische Architektur mit den typischen Namen, wie z.b. der St Paul`s Cathedral. Darüber hinaus hat die Stadt ein sehr schönes Bahnhofsgebäude. Ein wahres Prachtstück, wenn ihr mich fragt, sowohl von außen, als auch von innen. Man sollte etwas Zeit mehr in Dunedin einplanen, denn hier kannst du einiges erkunden. Dunedin liegt in einer Bucht und ist umgeben von vielen Vögeln und Pinguinarten. Am nächsten Tag wurde es dann richtig ungemütlich. Der Sturm wurde schlimmer und man bekam das Gefühl, der Pazifik mag einen nicht besonders und verschlingt dich, wenn es sein muss. Schöner schauriger Gedanke. Schnell weg (leider) und ab nach Fiordland an die Westküste.

IMG_0966_Fotor

 

1 Kommentar

  1. Gaby sagt: Antworten

    Hi ihr zwei! Folge eurem Reisebericht weiterhin mit großem Interesse! Echt schräg, dass ihr so schlechtes Wetter habt! Hier haben wir jetzt konstante Sonne zwischen 23 und 35 Grad.
    Eure Jacken sind ja gut erprobt, halten sie was versprochen wurde? 😉

Schreibe einen Kommentar