Pai – Die Backpackerhochburg im Dschungel

Von Chiang Rai fuhren wir nach Chiang Mai und dann mit einem kleinen Bus über eine Serpentinfahrt nach Pai.

Während der Serpentinfahrt musste ich mich mit geschlossenen Augen etwas stärker konzentrieren, damit mein Magen sich nicht spontan entleerte. Silvio laß währenddessen ein Buch. Beneidenswerte Konstitution. Wir fuhren immer weiter ins satteste Grün und nach etwa 3h inkl. Pause waren wir angekommen.

Pai wird in den Reiseblogs als Backpackerparadies beschrieben, das inmitten malerischer Landschaften, Dschungel, Reisfeldern, Wasserfällen und heißen, veborgenen Quellen liegt.

Aber uns empfing eine mit Motorrollern und Backpackern übersäte Kleinstadt. Hektisch, laut, diesig. Mich überfiel das Bedürfnis wieder umzukehren. Wir bezogen eine kleine Hippie-Bambushütte und machten die obligatorische Runde in den Ort. Viele junge Leute. Es war bereits dunkel geworden und Pai’s Nachtleben begann zum Leben zu erwecken. Die überfüllten Straßen wandelten sich zu einem gemütlichen Markt mit guten Essenständen. So futterten wir uns erstmal durch und begannen die Dinge entspannter zu sehen.

An unserer Hütte gab es eine Bar mit Lagerfeuer, an der abends viele zusammenkamen. Wir setzten uns dazu und lernten ein paar Leute kennen, z.B. zwei Deutsche, die mit dem Moped reisten. Vietnam war ihr nächstes Ziel. Wir ließen uns anstecken von ihren Erzählungen und waren kurz davor unsere Reise nach Vietnam auszudehnen. Da wir noch in den Süden wollen und wir keine Zeit haben dafür, landete das auf der Liste für zukünftige Reisen. Wir lernten auch noch Jochen kennen, einen lustigen Typen, der seit 30 Jahren immer wieder in Thailand lebt und schon ein bunter Hund in Pai zu sein scheint.

Tagsüber erkundeten wir das malerische Umland. Wir fuhren mit dem Motorroller durch eindrucksvolle Reisfelder, gingen über thailändische Märkte, kraxelten in alten Canyons und besuchten Tempel und Brücken. Je weiter man sich Richtung Mae Hong Son (westlich von Pai) bewegt, desto vegetativer und bergiger wird es. Hier kann man die Bauern auf den Feldern beobachten. Erstaunlich ist auch, was so ein Motorroller alles aushält. 80% Steigung nimmt der mit links.

In der Bambushütte wurden die Nächte etwas ungemütlich. Die Härte war das Knabbern der Ratten, die nachts anfingen unsere Hütte aufzufressen. Ich erkältete mich an Tag 2, und so schauten wir uns nach einer neuen Bleibe um.

Wir fanden einen Bungalow in der Nähe, noch günstiger als die Bambushütte und mit richtigen Wänden. Wir zogen ein und blieben weitere 3 Tage. Auf dem Hof lebten niedliche Hühner die anders als in Deutschland auf Bäume klettern und in den Baumkronen sitzen. Es waren ungefähr 6 Hähne dazwischen. Morgens ab 3:30 Uhr gab es dann immer eine schöne Kikeriki-Oper, in der sich die Hähne zu übetöhnen versuchten und der wir hautnah beiwohnen durften.

Wir blieben aber dort bis wir einen Plan hatten, wie es weiter gehen soll. Wir entschieden uns, endlich Richtung Süden zu reisen, also besorgten wir uns ein Busticket über Chiang Mai nach Lampang und nach Sukhothai, der alten Hauptstadt Thailands.

 

2 Kommentare

  1. Sandra sagt: Antworten

    Hallo ihr beiden,

    ich habe euch im WorldWideWeb gefunden :). Ich wünsche euch noch viel Spaß auf eure Reise :).

    Liebe Grüße aus Dortmund
    Sandra

    1. Danke Sandra =)

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