Peru – Die vorerst letzte große Reise

Puno

An der Grenze ließen wir uns aus Bolivien ausstempeln, gingen ein paar Meter ins Niemandsland und ließen uns für diese Reise den letzten Stempel für Peru geben. Dann fuhr der Bus weiter nach Puno auf 3.800 Metern am Ufer des Titicaca-Sees.

Puno sieht aus wie die anderen Städte mit den unfertigen Backsteinhäusern. Dabei galt die Stadt einst als größter Silberlieferant. Ein großer Hauptplatz, der Plaza Mayor mit einer römisch-katholischen Kathedrale im Barock-Stil und einer niedlichen kleinen Altstadt mit vielen bunten Märkten und Restaurants, die zu Annes Entsetzen stolz ihr frisch gegrilltes Meerschweinchen als Spezialität des Hauses darboten, zeugen noch davon.

Ansonsten sei noch gesagt, dass auf dem Titicaca-See, gleich vor Puno, die Urus auf mehreren Schilfinseln leben. Auch sie sind ein indigenes Volk und leben überwiegend von der Fischerei.

Die Inkas hatten es nie geschafft die Urus zu besiegen. Immer wenn die Sch… am Dampfen war, konnten sich die Urus auf ihre Inseln zurückziehen. Noch heute bauen sie aus Totora-Schilf ihre genialen Inseln, Boote und Häuser. Wir haben uns das ganze mal von Nahem angesehen und fanden es wirklich amüsant, wie man dort den Touristen ans Geld will. Denn das sei gesagt, die eigentlichen Voll-Urus existieren zwar, nur leben diese viel weiter draußen auf dem See. Touristen haben dort keinen Zutritt.

Das Uru-Volk
Das Uru-Volk

Cusco

Nachdem wir ja mit dem Thema Bus etwas durch waren, entschieden wir uns mal für einen richtigen Luxus-Bus, mit breiten Sitzen und richtigem Bord-Personal. 7 h Fahrt von Puno nach Cusco für ca. 17,00 Euro p.P. – wirklich gut bezahlbar. Und so fuhren wir weiter durch die Anden immer an den Schienen der Anden-Bahn entlang. Mein persönliches Highlight, neue Eindrücke sammeln.

Das Prinzip auf Reisen ist eigenlicht ganz simpel: Mach dir deinen eigenen und einmaligen Eindruck… und nehme etwas davon für dich persönlich mit! Egal, ob Gut oder Schlecht. Eine Erfahrung ist nicht klassifizierbar, schon gar nicht auf einer Reise.

Schließlich erreichten wir die schöne Stadt Cusco, die auch im Andenhochland auf rund 3.400 Meter liegt. Hier fehlten eigentlich nur noch die Begrüßungs-Fanfaren und es wäre perfekt gewesen 😉

Ihr merkt, hier war es schon etwas anders. Eine Mischung aus alternativen Reisenden und sehr gut betuchten Meschenkindern. Doch für die meisten ist es ein Zwischenort zum runterkommen, denn viele wollen (und wir ja auch) nach MachuPicchu, eines der 7. Weltwunder. Dennoch ist in und um Cusco vieles zu entdecken. Es ist umsäumt von seinen zahlreichen Inka-Geschichten. Ab hier kann im übrigen u.a. den berühmten Inka-Trail bis nach Aguas Calientes beim MachuPicchu laufen.

Darüber hinaus genießt die Stadt einen guten kulturellen Ruf, nicht zuletzt durch seine Universität, seine zahlreichen Museen, Kirchen, seine Inka-Ruinen und Terrassen. Ich mochte die Präsenz  der Juesuitenkirche an der schönen Plaza de Armas, die von herrlichen Arkaden umziert wird. Am Abend hat das einen unvergleichlichen Charme.

Auf der anderen Seite kann man aber auch viele tolle Märkte erkunden. Dort gibt es zahlreiche Verkaufs- und Kochstände, an denen man Platz nehmen kann und für rund 2,00 Euro ein kleines Menü bekommt. Das ganze zwischen farbenprächtigen Stoffwaren und abgetrennten Rinderköpfen.
Um das ganze abzurunden ging es nochmal kurzerhand ins Schokoladen-Museum, wo wir uns in die regionale Schokolade verliebten.

In diesem Sinne:
Disfrutar de su comida

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