Von La Paz zum Titikakasee

La Paz

La Paz war eine spannende, aber keine schöne Stadt. Wir wurden vom Taxifahrer mitten in das für mich absolut chaotische Gewühl der Einheimischen gefahren. Wir hatten etwas Angst auszusteigen, denn es war Markt und Karneval auf einmal. Aber dadurch fühlten wir uns ausserhalb der Tourizone und wir bekamen einen besseren Einblick in den bolivianischen Alltag. Beinahe jede Frau sieht gleich aus, alle haben den Hut auf mit den zwei Zöpfen, und wenn sie nicht gerade Blumen verkaufen, sind sie einfach überall.

Sogar in der größten Pampa, wo man keine Menschenseele vermuten würde, klettern diese Damen mit ihren schwarzen Ballerinas herum.

Wenn man nicht etwas kauft bei ihr, wird man gnadenlos ignoriert. Irgendwann fragt man sich sogar, wo die Männer hin sind. Und ob auch die Frauen in höheren Schichten täglich so aussehen und ob es sowas wie Feminismus und Homosexualität gibt. Später in Copacabana waren die Männer jedenfalls alle da. Pünktlich zur Carnavalsfeier. Ich glaube sie arbeiten als Taxifahrer, Köche, Bootsführer oder sonstige unsichtbare Angestellte. Aber mehr ließ sich nicht so recht herausfinden.

Es lohnt sich wirklich ein Hostel mitten in der Stadt zu buchen, einige Tage. Da auch viel Elend sichtbar ist und man sich nach Eintritt der Dunkelheit nicht mehr traut, sich frei zu bewegen, sollte man danach am besten nach:

Copacabana

..dem nächstgelegenen Ort Richtung Küste. Wir buchten im Touristenbüro einen Bus für 50 Bolivianos p/P. In unserem Hostel bemühten sich unsere spanischspechenden Housekeeper noch darum, dass wir einen heißen Kokatee bekamen und dann gings irgendwann los.

Wir kamen an den Titkakasee. Der Ort, der mich seit Kindesalter begeisterte und brennend interessiert. Ich hab davon geträumt,wie mag das wohl da sein und mich auf Wolken über bunte Städte schweben sehen.. Und, mal abgesehen davon, dass es endlich wieder sonnig war, ist die Stadt klein, bunt und entspannt mit vielen Kneipen, schön billigen Restaurants und Ständen mit Empanadas. Und dann der riesige saubere See, die Wolken nicht weit drüber, umrandet von Hügellandschaft, grünen Wiesen mit Esel, Alpaca und Schwein darauf. Perfekt.
titi heißt „Große Katze“ und kak heißt „Felsen“. Frei übersetzt bedeutet es „Puma-Felsen“. Der See wurde benannt nach der Insel darauf, die ursprünglich titkaka hieß, nun aber Isla del Sol (Sonneninsel).

Wir machten eine Wanderung über die Isla del Sol, wo man den Einwohnern u.a. beim Treiben ihrer Esels- und Schafsherden zusehen kann und einige alte Inkaruinen stehen. Dafür braucht man nur zum Strand zu gehen und sich ein Ticket für die Fähre am frühen morgen zu besorgen. Sie setzt dich ab im Norden, man läuft über die ganze Insel bis in den Süden, dort warten dann dieselben Fähren schon für die Rückfahrt.

Wir entschieden dann noch einen weiteren Tag in Copacabana abzuchillen bevor wir unsere Weiterfahrt nach Puno buchten. Achso, wir haben jetzt auch endlich unser Ticket für MachhuPichu gekauft + Mountain für den 11.03. Jippieh! Der teuerste Ausflug der ganzen Weltreise. Wir fahren mit dem Zug nach MachhuPicchu, da es mit dem Bus momentan nicht möglich ist, wegen der Regenzeit. Hoffen wir, dass das Wetter einigermaßen mitspielt.

Bis denn dann,
eure Anne & Silvio

Isla del Sol

2 Kommentare

  1. Tanner sagt: Antworten

    Oh wie toll das alles aussieht. Genau die einmaligen Eindrücke die ihr wolltet. Freu mich schon auf noch mehr Fotos vom MachhuPichu!! Grüße vom anderen Ende der Welt….

    1. hey tanner, jap, die entstehen gerade wie verrückt 😉 die liebsten grüße in die heimat :*

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